Gewaltfreie Konfliktbearbeitung
Konfliktmoderation

Im Mittelpunkt gewaltfreier Konfliktbearbeitung steht das offene und respektvolle Gespräch zwischen Konfliktparteien. Im Idealfall legen diese Parteien ihre Interessen und Bedürfnisse offen, stellen die Grenzen ihres Handlungsspielraums dar und versuchen, ein gemeinsames Verständnis des Problems zu entwickeln.

Oft weichen Konfliktparteien jedoch von Interessen geleiteter Verhandlungsführung ab, versteifen sich auf vordergründige Positionen und wollen diese mit Macht (und Gewalt!) durch­setzen. Besonders in sozialen Bewe­gungen ist daher eine geschickte Verhandlungs­führung, die die Ziele dieser Bewegungen verdeutlichen kann, notwendig.

Konflikte, die sich lange unbearbeitet weiter ent­wickeln konnten, verhärten sich oft so stark, dass die Konflikt­parteien einer Hilfe von außen bedürfen, um erneut zu gemeinsamem Handeln zu gelangen. Diese kann darin bestehen, einen unabhängigen Vermittler oder eine Vermittlerin hinzu zu ziehen, die die Kommunikation unterstützt. Besonders bei Organisationen, in Vereinen oder Gruppen ist die fachliche Moderation eines Konflikt­gesprächs oft eine Hilfe bei der Entwicklung von Zukunftsperspektiven und dazu gehörigen Umsetzungsschritten.

In den vergangenen Jahren war ich mehrfach im Auftrag sozialer Bewegungen an Gesprächen mit den VertreterInnen derjenigen gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen beteiligt, die durch diese Bewegungen kritisiert werden oder deren Interessen in frage gestellt wurden. So wurden der Firmenleitung eines Betriebes, der mit gentechnisch manipulierten Pflanzen Freilandversuche durchführt, die Ziele der örtlichen Protestbewegung dargestellt. In Gesprächen mit der Einsatzleitung der Polizei bei Atomtransporten ins Wendland versuchten wir, dieser den gewaltfreien Charakter der Protestbewegung und Ziele, die sich an politische Entschei­dungsträgerInnen richten, zu erklären.

Auf Anfrage führe ich die Moderation von Konfliktgesprächen durch, etwa wenn es zu Auseinandersetzungen zwischen der Leitung eines Kindergartens und der Elternvertretung kommt, wenn ehrenamtlicher Vorstand und angestellte Mitarbeitende eines gemeinnützigen Vereins gemeinsame Ziele und Prioritäten festlegen wollen oder wenn die Zusammenarbeit verschiedener Organisationen in einem Netzwerk neu bestimmt werden muß. Durch meine langjährige Mitarbeit in Bewegungen, Vereinen und Organisationen – als ehrenamtliches Mitglied, im Vorstand oder als hauptamtlicher Angestellter – kenne ich viele Probleme, die in diesem Bereich auftreten.

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